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Oral History

Neben der für die historische Forschung zentralen Erschließung und Sichtung archivalischer Quellen wird die Zeitzeugenbefragung (Oral History) bei dem Projekt eine wichtige Rolle spielen. Die relative zeitliche Nähe zu den historischen Ereignissen der 1960er/70er Jahre eröffnet die einzigartige Möglichkeit direkt mit Zeitzeugen auf beiden Seiten des Atlantiks in Kontakt zu treten und ihre individuellen Erfahrungen und Eindrücke zu rezipieren. Darüber hinaus können durch diesen Dialog neue Quellen bzw. -arten erschlossen werden, die bisher nicht archivalisch erfasst wurden, wodurch schliesslich ein breiteres historisches Bild der Ereignisse gezeichnet werden kann.

Um jedoch eine wissenschaftlich und methodisch haltbare Vorgehensweise im Umgang mit Oral History zu gewährleisten, wird jedes Interview mit Zeitzeugen (nur nach deren ausdrücklicher Genehmigung) digitalisiert, transkribiert sowie indiziert. Der Schutz der Rechte der Interviewpartner hat hierbei oberste Priorität und wird in jedem Schritt durch schriftliche Vereinbarungen Rechnung getragen. Nach Beendigung des Forschungsprojektes werden die digitalen Aufnahmen der Interviews ebenso wie die Transkripte dem Archiv des Hamburger Instituts für Sozialforschung (HIS) zur Verfügung gestellt, um den wissenschaftlichen Nutzen für zukünftige Forscher verschiedenster Fachgebiete sicherzustellen.

Die Projektteilnehmer hoffen auf diese Weise zur Standardisierung bzw. zur reflektierten, wissenschaftlichen Nutzung von Oral History beizutragen und dem Inhalt des Forschungsprojekts gerecht zu werden.

 

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Letzte Aktualisierung: 04.05.2005 10:45